Workshop zum Thema Umtopfen von Bonsais
zu veranstalten. Guido ist zertifizierter Bonsailehrer, Vorstand der Bonsaifreunde Franken, Leiter des Bonsai Regionalverbandes Bayern und überregional anerkannter Experte für diese kleinen Bäumchen.

Wie immer war das Interesse an diesem Workshop groß und der Raum gut gefüllt. Und wie immer gab Guido zuerst eine kurze Einführung in die Grundlagen, bevor dann jeder seine mitgebrachten Bonsais bearbeiten konnte. Denn jetzt ist genau die richtige Zeit für diese Aktion, weil die Bäume noch nicht richtig im Laub stehen, deshalb die Verdunstungsfläche über die Blätter sehr klein ist, gleichzeitig aber die Wachstumsphase anbricht, was dafür sorgt, dass sich die malträtierten Wurzeln schnell wieder erholen.

Ein frisch ausgegrabenes Pfaffenhütchen. Wieviel Wurzeln kann man da jetzt noch abschneiden um es in die Anzuchtschale zu setzen und welches Substrat eignet sich dafür am Besten? Ja, beim Substrat schwört wohl jeder auf seine eigene Mischung. Gemeinsam haben jedoch alle: Locker, homogen, wasser- und luftdurchlässig, nicht zu viel fette Erde und der feinen Verwurzelung zuträglich sollten die Substrate auch noch sein. Das hier in der grünen Tonne mitgebrachte taugt dafür, also findet das Pfaffenhütchen seinen Weg in die Schale.

Eine Gruppe japanischer Lärchen steht seit sehr vielen Jahren unverändert in der Schale. Erste Äste zeigen Zeichen von Mangelversorgung, aber auch hier weiß Guido Rat und die Lärchen können sich jetzt in frischem Substrat erholen.

Gleich nochmal ein ähnliches Problem. Dieser Lärchenwald stand seit 8 Jahren in seiner Schale. Ein Umtopfen wurde bis jetzt nicht versucht, aus Angst das tolle Ensemble mit den eingearbeiteten fränkischen Sandsteinen dabei zu zerstören. Diese Furcht hat sich aber als unbegründet erwiesen, die Bäume und selbst die Steine sind derart miteinander verwachsen, dass man problemlos die alte Erde rundherum und an der Unterseite herauskratzen kann! Nichts bricht auseinander, nichts fällt raus, selbst die überlangen Wurzeln können eingekürzt werden. Mission erfolgreich!
So, jetzt ist jeder der Anwesenden aktiv. Bäumchen werden aus Anzuchttöpfen geholt, deren Wurzelballen geschnitten und danach in Bonsaischalen gepflanzt. Andere kommen aus ihrer Schale, die Wurzeln werden eingekürzt und die Bonsais danach mit frischem Substrat wieder eingeschalt. Guido ist immer in der Nähe und steht einem mit Rat und Tat zur Seite.




Der Amber-Baum hat in seinem Anzuchttopf richtig dicke, tiefreichende Wurzeln gebildet. Da sich oben auch sehr viele Feinwurzeln befinden, können die Dicken weg um den Wurzelballen für die Schale schön flach zu bekommen. Da ist Kraft gefragt!





Hier sieht man schön, wieviele Wurzeln ein Ahorn in einem Jahr bildet! Über die Hälfte davon werden gekappt!
Wir freuen uns alle schon auf den nächsten Workshop mit Guido, der hats einfach drauf! Selten macht Lernen mehr Spaß. Vielen Dank nochmal!
Und jetzt noch eine besonders gelungene Kombination von Schale und Bonsai

